Die Gräfin mit dem Schönheitstick
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- Geschrieben von Heinrich Sippel
Gräfin Henriette Dorothea von Schlitz war die einzige Tochter des Kaiserlichen Generalfeldmarschalls Graf Dagobert Siegmund von Wurmser zu Vendenheim. Ihr Ehemann, der Schlitzer Graf Karl Heinrich, war ein eigenwilliger Zeitgenosse. Dies führte schon früh zu Zerwürfnissen und Spannungen. Gräfin Henriette verließ daher schon bald die Burgenstadt, um bei ihrer Verwandtschaft in Wien zu leben.
Henriette war eine Schönheits-Fetischistin. Ihr Boudoir (=Zimmer einer eleganten Dame) quoll über von Wässerchen und Sälbchen, Quasten, Cremes und Flakons, darunter auch aggressive Chemikalien, was dazu führte, dass mit der Zeit Löcher in ihrem Gesicht entstanden.
Sie starb am 1. Dezember 1827. Beigesetzt wurde sie in der Gruft des Schlitzer Herrengeschlechtes unter der Schlitzer Stadtkirche. Die Beisetzung von Henriette Dorothea war die letzte Gruftbeschickung in unserer Kirche.
Seitdem befindet sich das gräflich-görtzische Erbbegräbnis auf dem Friedhof.
(Gräfin Elisabeth von Schlitz in "Schlitz und das Schlitzerland", S. 19; Auskunft Gräfin Margarethe von Schlitz (Willina)

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